Die praktische Ausbildung

Während die Fahrerlaubnisbehörde den Führerscheinantrag bearbeitet, kann schon mit der theoretischen und praktischen Ausbildung begonnen werden. Für beide Teile der Ausbildung ist die Fahrschüler-Ausbildungsordnung maßgebend.

Umfang der praktischen Ausbildung
Die Gesamtzahl der notwendigen Fahrstunden kann Ihnen niemand voraussagen. Sie wird von mehreren Umständen bestimmt. Die wichtigsten sind: Begabung, Ausgeglichenheit, Motivation und Mitarbeit, ggf. auch praktische Vorerfahrung in anderen Klassen, auch das Lebensalter hat Einfluss.

Die praktische Ausbildung besteht aus einer Grundausbildung und den besonderen Ausbildungsfahrten (Überlandfahrt -ÜL-, Autobahnfahrt -AB-, Fahrt bei Dämmerung oder Dunkelheit -NF-), deren Anzahl je nach Klasse und Vorbesitz einer Klasse unterschiedlich sein kann.

Bei einer Erstausbildung in den Klassen A und B muss die Grundausbildung nahezu abgeschlossen sein, bevor mit den besondern Ausbildungsfahrten begonnen werden darf, d.h. sie werden kurz vor der praktischen Prüfung durchgeführt.

Zur praktischen Ausbildung gehören auch:
Anleitung und Hinweise vor, während und nach der Durchführung der Fahraufgaben sowie Nachbesprechung und Erörterung des jeweiligen Ausbildungsstandes und soweit notwendig (z. b. bei den Lkw-Klassen) eine Unterweisung am Fahrzeug, in der Erkennung und Behebung technischer Mängel.

Am preiswertesten ist es immer noch, wenn die Fahrerlaubnisprüfung beim ersten Mal bestanden wird. Das setzt eine gewissenhafte Ausbildung voraus.

Die Stufenausbildung
Nach der Fahrschüler-Ausbildungsordnung hat ein Fahrschüler so viele Übungsstunden zu durchlaufen, wie er zur Erlangung der notwendigen Befähigung, insbesondere auch der Fahrzeugbeherrschung in schwierigen Situationen, benötigt. In der Regel bilden Verbandsfahrlehrer nach den von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e. V. entwickelten curricularen Leitfäden aus, die sich als didaktisches Konzept hervorragend bewährt haben.